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Dojo-Etikette

Dojo-Etikette

Reishiki, Dojo Kun und Nuju Kun


Reishiki ist die Summe der Verhaltensregeln in den japanischen Kampfkünsten.

Japan, in dem sich die Budo-/Bujutsu-Disziplinen entwickelt haben, war eine Schwertkultur. Wie man sich leicht vorstellen kann, ist dies eine geeignete Voraussetzung für die Entwicklung ausgefeilter Höflichkeitsrituale, von denen sich viele in den Kampfkünsten erhalten haben.

Welche Rituale und Höflichkeitsregeln mit welcher Strenge zu beachten sind, ist von Dojo zu Dojo verschieden, aber folgende Regeln gelten an den meisten Orten des Weges, unabhängig von der dort geübten Disziplin.

• Verschiedene Formen von Rei werden verlangt. (rei bedeutet hier Respekt, Höflichkeit)

• Im Dojo werden keine Schuhe getragen.

• Pünktlichkeit. (Wie soll man sich gegen einen Schwertschlag innerhalb einer Hundertstelsekunde verteidigen, wenn man nicht mal rechtzeitig zum Trainingsbeginn kommen kann?)

• Allgemeine Höflichkeit, Demut und Umsicht in Rede und Tat.

• Respekt vor dem Lehrer, den Mitschülern und dem Ort.

• Die Kleidung und Ausrüstung muss sorgsam gepflegt werden.

• Der eigene Körper soll sauber und gepflegt sein.

• Bei Verspätung oder vorzeitigem Trainingsabbruch ist der Lehrer zu unterrichten.

• Während des Unterrichts soll nicht unnötig gesprochen werden.

• Essen, Trinken, Kaugummi kauen im Dojo ist nicht gestattet.

• Sei strebsam und engagiert.

Die großen Meister der Kampfkünste haben den Aspekt der Höflichkeit oft betont:
Ohne Höflichkeit geht die Essenz des Karate-Do verloren. - Gichin Funakoshi
Karate beginnt mit Höflichkeit und endet mit Höflichkeit. - Gichin Funakoshi

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie in mehr als 100 Sprachen.


Dojo Kun sind die Verhaltensregeln im Bushido. Aufgestellt durch den indischen Zen-Mönch Bodhidharma fanden sie um 1750 durch Sakugawa auf Okinawa ihre Verbreitung im Tode, Kempo und Karate-Do.

Die fünf Regeln lauten:

Hitotsu! Jinkaku kansei ni tsuto muru koto.
Es ist wichtig nach der Vervollkommnung deines Charakters zu streben.

Hitotsu! Makoto no michi o mamoru koto.
Es ist wichtig, dass du in Redlichkeit, Ehrlichkeit und Treue den Weg verteidigst.

Hitotsu! Do ryoku no seishin o yashinau koto.
Es ist wichtig, dass du die Bemühungen um die richtige Geisteshaltung pflegst.

Hitotsu! Rei gi o omonzuru koto.
Es ist wichtig, auf Respekt, Anstand und Höflichkeit größtes Gewicht zu legen.

Hitotsu! Kekki no you o imashi muru koto.
Es ist wichtig, die Kampfbereitschaft und den ungestümen Mut zu zügeln.

Zur richtigen Aussprache: http://www.iskf.com/dojokun.html

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie in mehr als 100 Sprachen.


Niju Kun sind Regeln, die jeder Karateka beherzigen sollte. Sie wurden von Gichin Funakoshi, dem Begründer des Shotokan-Karate, aufgestellt und entwickelten sich aus den 20 Leitsätzen des Karate-Do.

1. Karate-do wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto o wasuruna
- Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.

2. Karate ni sente nashi
- Im Karate gibt es keinen Angriff.

3. Karate wa gi no tasuke
- Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

4. Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wa shire
- Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.

5. Gijutsu yoi shinjutsu
- Intuition ist wichtiger als Technik.

6. Kokoro wa hanatan koko wo vosu
- Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn erst danach.

7. Wazawai wa getai ni shozu
- Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

8. Dojo nomino karate to omou na
- Glaube nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.

9. Karate no shugyo wa issho de aru
- Karate üben heißt, ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.

10. Arai-yuru mono wo karateka seyo, soko ni myo-mi ari
- Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du Myo finden.

11. Karate wa yu no goto shi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru
- Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht beständig erwärmst.

12. Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo
- Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.

13. Teki ni yotte tenka seyo
- Verändere ständig deine Verteidigung gegenüber dem Feind.

14. Tattakai wa kyo jitsu no soju ikan ni ari
- Der Kampf entspricht immer deiner Fähigkeit, mit Keyo und Jitsu umzugehen (Keyo - unbewacht, Jitsu - bewacht).

15. Hito no te ashi wo ken to omoe
- Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

16. Danshi mon wo izureba hyakuman no teki ari
- Wenn du den Ort verläßt, an dem du zu Hause bist, machst du dir zahlreiche Feinde.

17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai
- Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil annehmen, um danach einen natürlichen Zustand des Verstehens zu erreichen.

18. Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono
- Die Kata muss ohne Veränderung korrekt ausgeführt werden, im wirklichen Kampf gilt das Gegenteil.

19. Chikara no kyojaku karada no shinshuku waza no kankyu wo wasaruna
- hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

20. Tsune ni shinen kufu seyo
- Erinnere dich und denke immer an Kufu - lebe diese Vorschriften jeden Tag.

Uni - Dojo Wuppertal e.V. Letzte Aktualisierung

14.02.2010